Zum Inhalt springen

Hiob

nach dem Roman von Joseph Roth. Bühnenfassung Koen Tachelet

Mendel Singers Familie ist traurig im Haus
Familie blickt in den Sternenhimmel
Mendel Singer blickt in den Sternenhimmel
Familie Singer vor Haus in rosa Licht
Menuchim wird aus dem Haus getragen
Menuchim steht an der Tür
Deborah Singer lauscht an der Tür
Familie Singer vor ihrem kleinen Haus
Ehepaar Singer steht gebückt im Haus
Menuchim sitzt regungslos im Haus
Familie Singer trifft Amerikaner in roter Jacke
Schemarjah lacht in Amerika
Eine Person breitet unter dem Sternenhimmel die Arme aus
Mendel Singer und sein Sohn Menuchim
Familie Singer in bunten Kleidern vor Sternenhimmel
Mendel Singer mit Frau und Tochter in Amerika
Mac in Baseballjacke und Schildkappe
Person in weiß unter großem weißen Stern
Tochter Mirjam blickt ihren Vater Mendel an
Mendel Singer liegt unter dem Sternenhimmel

Fotos: Martin Sigmund u. Maurice Bajohr

Ein Roman über die Leidensfähigkeit eines einfachen Mannes, dem der Kragen der stoischen Demut platzt. Denn „Gütiger als Gott ist der Teufel…Da er nicht so mächtig ist, kann er nicht so grausam sein.“

1930 erscheint Hiob – Roman eines einfachen Mannes von Joseph Roth. Der in Ostgalizien geborene Autor schreibt über eine Zeit, die von Flucht, Antisemitismus und menschlicher Grausamkeit geprägt ist. 

Hiob erzählt die Geschichte des frommen Juden Mendel Singer und seiner ostjüdischen Familie, deren traditionelles Leben in einem russischen Dorf von schweren Schicksalsschlägen erschüttert wird. Im festen Glauben an Gott nimmt er sein Leid zunächst demütig hin, bis die Prüfungen seinen Glauben zunehmend erschüttern. Wie Hiob verliert Mendel Singer alles: Seine Heimat, seine Kinder, seine Frau und schlussendlich auch seine Ehrfurcht vor Gott. 

Roth schreibt über die rastlose Suche nach Identität in der westlichen Moderne – getragen von Hoffnung und ihren Versprechungen, überschattet von Schuldgefühlen und Heimatlosigkeit. In einer Bühnenfassung von Koen Tachelet konzentriert sich die Inszenierung auf die Ambivalenz der Freiheit in einer entrückten Welt, in der die Sehnsucht nach einem neuen Leben untrennbar mit Entwurzelung, Verlust und Orientierungslosigkeit verbunden ist.

„Bin ich tot? Träume ich? Wann hört das auf?“, 

fragt Mendel Singer und betrachtet die blinkenden Neonlichter eines demaskierten, amerikanischen Traums. 

"Am Landestheater Tübingen konzentriert sich Maike Bouschen auf die Vater-Sohn-Beziehung, die von einem starken Ensemble getragen wird.” Manfred Jahnke, Die Deutsche Bühne

“Andreas Guglielmetti ist Hiob, zaghaft, zweifelnd und doch immer ruhig, auf stille Weise verwundbar.” Thomas Morawitzky, Reutlinger General-Anzeiger

"Die Zweiteilung der Geschichte (…) bildete Maike Bouschens Inszenierung mit sehr überlegten schauspielerischen und ästhetischen Mitteln (Ausstattung: Valentina Pino Reyes) bildstark und aufs Wesentliche verdichtet nach. (…) Lauter und langer Beifall im nicht ganz ausverkauften Großen Saal feierte eine intensive Inszenierung nach Kräften.” Martin Bernklau, cul-tu-re.de

Premiere: 12. Juni 2026
Landestheater Tübingen

Regie: Maike Bouschen
Bühne und Kostüme: Valentina Pino Reyes
Musik: Caio de Azevedo
Dramaturgie: Adrian Herrmann
Licht: Daniel Märkle
Schauspiel: Andreas Guglielmetti, Jennifer Kornprobst, Robi Tissi Graf, Sarah Liebert, Leo Kramer, Sebastian Fink